Doch vorher wollten sie ihren Tempel erst neu weihen. Das heißt, sie wollten alle Erinnerungen an die griechischen Götter beseitigen. Dazu wollten die Juden ihren Leuchter anzünden. Er darf nach jüdischem Glauben niemals verlöschen, nur während der Herrschaft der Griechen hatte er gar nicht gebrannt. Sie hatten das ganze Öl für den Leuchter vernichtet.
Ein Wunder!
Nur ein kleines Kännchen Öl hatten die Griechen wohl übersehen. So eine kleine Menge hätte gerade für einen Tag gereicht. Doch wie durch ein Wunder, so heißt es, brannte der Leuchter im Tempel acht Tage lang! An dieses Wunder denken die Juden an "Chanukka". Sie zünden an jedem Tag des achttägigen Festes eine Kerze des achtarmigen Leuchters an. Außerdem feiern die Juden mit besonderem Essen, zum Beipiel mit Gebäck, das in Öl gebacken wird, mit Tänzen und Spielen. Weil der jüdische Kalender anders eingeteilt ist ist als unserer in Deutschland, findet das Fest jedes Jahr an einem anderen Termin statt - diesesmal fast zeitgleich mit Weihnachten.