Scholz sichert baltischen Staaten Schutz zu

    Besuch in Litauen:Scholz sichert baltischen Staaten Schutz zu

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    Bundeskanzler Olaf Scholz besucht die in Litauen stationierten Bundeswehrsoldaten. Bei dem Aufbau einer Schutztruppe fordert litauens Präsident Gitanas Nauseda mehr Tempo.

    German Chancellor Olaf Scholz and Baltic prime ministers meet in Riga
    Der Kanzler hat den baltischen Staaten den militärischen Rückhalt Deutschlands zugesagt. 06.05.2024 | 2:37 min
    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat bei einem Besuch in Litauen das Engagement Deutschlands zum Schutz der baltischen Staaten bekräftigt.

    Deutschland steht unverrückbar an der Seite der baltischen Staaten.

    Olaf Scholz, Bundeskanzler

    Scholz sagte nach einem Gespräch mit dem Litauischen Präsidenten Gitanas Nauseda auf dem Truppenübungsplatz Pabrade:

    Das ist ein ernsthaftes Engagement. Wir sind einander verpflichtet.

    Olaf Scholz, Bundeskanzler

    08.04.2024, Litauen, Vilnius: Laurynas Kasciunas (l), Verteidigungsminister von Litauen, begrüßt Generalleutnant Alfons Mais, Chef des deutschen Heeres, bei der Ankunft der Mitglieder des Hauptquartiers der 45. Brigade der Bundeswehr in Litauen mit dem Flugzeug auf dem Flughafen in Vilnius.
    Neuland für die Bundeswehr: Bis 2027 soll in Litauen eine Kampfbrigade mit 5.000 deutschen Soldatinnen und Soldaten einsatzfähig sein. 08.04.2024 | 2:00 min

    Scholz: Nato-Mitgliedschaft bietet Schutz

    Durch die gemeinsame Nato-Mitgliedschaft sei sichergestellt, "dass wir einander Schutz gewähren und dass sich alle Staaten darauf verlassen können, dass wir jeden Zentimeter ihres Territoriums verteidigen werden".
    Litauen liegt an der Nato-Ostflanke. Die ehemalige Sowjetrepublik, die 2004 dem westlichen Militärbündnis beigetreten ist, grenzt an Russland und an Moskaus Verbündeten Belarus. Scholz verwies auf die in Litauen stationierte Nato-Kampfgruppe Enhanced Forward Presence (EFP).
    großes Auslandsjournal a im Vordergrund, daneben Frau steht mit Handy neben der Ladefläche von einem LKW
    Für Estland, Lettland, Litauen und Polen war Europa das Versprechen von Freiheit, Wohlstand und Sicherheit. Nach 20 Jahren in der EU ist die Angst zurück.02.05.2024 | 44:30 min

    Bundeswehr soll bis 2027 voll einsatzbereit sein

    Deutschland leitet die multinationale Truppe zur Sicherung der Ostflanke des Bündnisses. Zudem plant Deutschland die dauerhafte Stationierung von rund 4.800 Soldatinnen und Soldaten sowie rund 200 zivilen Kräften in Litauen.

    Das ist etwas, was mit großem Tempo vorangeht und wofür wir uns auch einsetzen, was aber sicherlich das bedeutendste Zeichen dafür ist, dass uns das wichtig ist und es nun gelingen wird.

    Olaf Scholz, Bundeskanzler

    Anfang April war ein Vorkommando der Bundeswehr nach Litauen gereist, um den Aufbau der Kampfbrigade vorzubereiten. Bis 2027 soll der Verband einsatzfähig sein. 
    Verteidigunsminister Pistorius mit Bundeswehr-Soldaten vor einer Maschine der Luftwaffe.
    Bis zu 5.000 Soldaten sollen dauerhaft in Vilnius stationiert werden und Ende 2027 einsatzbereit sein.08.04.2024 | 1:49 min

    Litauens Präsident fordert mehr Tempo

    Litauens Präsident Nauseda lobte die Fortschritte bei der Stationierung der Brigade. "Aber unser strategisches Sicherheitsumfeld erfordert ein noch schnelleres Tempo", sagte er mit Blick auf den Krieg in der Ukraine. Der schnellstmögliche dauerhafte Einsatz der Brigade habe für Litauen "absolute Priorität".
    Scholz wollte sich in Litauen außerdem bei einem Truppenbesuch der dort stationierten 10. Panzerdivision der Bundeswehr ein Bild von der Nato-Übung "Quadriga 24" machen. 
    Schaltgespräch Wehrmann Wüstner
    Litauen-Brigade: "Riesige Herausforderung" für die Bundeswehr08.04.2024 | 3:29 min
    Am Nachmittag fliegt der Kanzler nach Riga weiter, wo er zunächst die lettische Ministerpräsidentin Evika Silina zu einem Zweiergespräch trifft. Im Anschluss ist ein Treffen mit Silina, der estnischen Ministerpräsidentin Kaja Kallas und Litauens Regierungschefin Ingrida Simonyte geplant. 
    Quelle: AFP

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